Kostenvoranschlag Muster

Kostenloses Kostenvoranschlag Muster für Word oder Excel zum Download

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Ein Kostenvoranschlag kommt in vielen Gewerben zum Einsatz und dient dazu, dem Kunden einen Überblick über die voraussichtlichen Kosten anzubieten. Hier kannst du ein Kostenvoranschlag Muster downloaden.

Unser Tipp:

Mit einer Angebotssoftware kannst du einen Kostenvoranschlag einfach und schnell online erstellen. Die notwendigen Pflichtangaben sind automatisch enthalten.

Was ist ein Kostenvoranschlag?

Laut Kostenvoranschlag Definition handelt es sich um ein schriftliches Dokument, das es einem möglichen Kunden erlaubt, sich einen Überblick über die Leistungen von einem Unternehmen zu verschaffen. Das Dokument ist meist unverbindlich und gibt an, welche Kosten in etwa bei der Vergabe eines Auftrags entstehen würden. Mit einem Kostenvoranschlag Muster kannst du dieses Dokument ganz einfach erstellen.

In der Praxis ist es üblich, sich von mehreren Anbietern auf einmal einen Kostenvoranschlag einzuholen, um die Kosten und Leistungen zu vergleichen und so den besten oder günstigsten Anbieter auszuwählen. Außerdem ist es möglich, verschiedene Leistungen in einem Kostenvoranschlag aufzulisten, um zu verdeutlichen, welcher Umfang welche Kosten hat.

Im Gegensatz zu einem Angebot ist der Kostenvoranschlag nicht bindend. Es handelt sich um eine Geschäftsgrundlage, die einen Spielraum lässt. Normal ist eine Kostenabweichung von 15-20%. Jedoch ist es auf Wunsch möglich, einen verbindlichen Kostenvoranschlag zu erstellen. Dann handelt es sich um einen Kostenvoranschlag in kostenpflichtig.

Warum musst du einen Kostenvoranschlag erstellen?

Der Kostenvoranschlag hat sowohl für den Anbieter als auch für den möglichen Kunden mehrere Vorteile. Zunächst einmal sorgt er dafür, dass beide Seiten eine realistische Vorstellung der gewünschten Leistungen und der entsprechenden Preise erhalten. So kann der Kunde kalkulieren und der Anbieter weiß, dass der Kunde den Preis erwartet.

Wichtig ist, dass der Kostenvoranschlag gemäß §632 BGB nicht vergütet werden muss. Nur, wenn die beiden Parteien vertraglich festgelegt haben, dass die für die Erstellung des Kostenvoranschlags aufgewendete Arbeitszeit vergütet wird, darfst du den Auftraggeber dafür zur Kasse bieten.

Pflichtangaben auf dem Kostenvoranschlag Muster

Die Kostenvoranschlag Inhalte müssen keiner rechtlich vorgegebenen Ordnung folgen, aber es ist wichtig, detailliert und gründlich vorzugehen. Damit der Kostenvoranschlag gültig ist, sollte er eine eindeutige Überschrift haben, alle Leistungen und eine Einschätzung der benötigten Arbeitszeit und Material enthalten, und einen Zeitraum für die Erbringung der Leistung angeben.

Inhalte eines Kostenvoranschlag Musters:

  • Art und Umfang der Aufgaben
  • Geschätzte Arbeitszeit
  • Geschätzte Arbeitskosten (Stundenlohn)
  • Nötiges Material
  • Geschätzte Materialkosten
  • Zeitraum der Gültigkeit des Kostenvoranschlags

Wie lange ist ein Kostenvoranschlag gültig?

Es gibt keine allgemeine Regelung dafür, wie lange ein Kostenvoranschlag gültig sein muss. Dennoch empfiehlt es sich, eine Frist zu setzen. Andernfalls ist es möglich, dass der Kunde ein halbes Jahr oder später die gleichen Kosten erwartet, obwohl diese in der Zwischenzeit angestiegen sind.

Es ist empfehlenswert, eine eher kurze Gültigkeitsdauer für den Kostenvoranschlag zu wählen, zum Beispiel sechs Wochen. So fällt es dem Anbieter leichter, alle Umstände wie zum Beispiel den Stundenlohn oder die Materialkosten im Blick zu behalten.

Kostenvoranschlag Muster erstellen

Online findest du viele Kostenvoranschlag Muster, die du herunterladen und an deine Bedürfnisse anpassen kannst. Es ist inzwischen auch möglich, mit einem elektronischen Kostenvoranschlag zu arbeiten. Diesen musst du gar nicht ausdrucken, sondern kannst ihn online ausfüllen und direkt an die Kunden versenden.

Unverbindlicher Kostenvoranschlag

Grundsätzlich geht das Gesetz davon aus, dass ein Kostenvoranschlag unverbindlich ist. Dies lässt sich aus §650 des BGB ableiten, wo auch noch einmal betont wird, dass der Kostenvoranschlag als „fachliche Berechnung der voraussichtlichen Kosten“ eine reine Kostenschätzung darstellt.

Da nicht jeder Kunde weiß, dass der Kostenvoranschlag unverbindlich ist, solltest du ausdrücklich darauf hinweisen. Dies geht durch eine entsprechende Formulierung, einen fettgedruckten Hinweis oder durch Circa-Angaben bei der Schätzung aller Kosten.

Verbindlicher Kostenvoranschlag

Ein verbindlicher Kostenvoranschlag hingegen ist in manchen Fällen vom Kunden gewünscht. Auch hier empfehlen wir, durch eine passende Formulierung auf die Verbindlichkeit hinzuweisen. So kann der Kunde im Nachhinein keine Preisverhandlungen mehr vornehmen.

Kostenvoranschlag vs. Angebot

Es kommt immer wieder vor, dass Kunden den Unterschied zwischen Kostenvoranschlag und Angebot verwechseln. Das Angebot ist, ähnlich wie ein verbindlicher Kostenvoranschlag, in Umfang und Höhe für den Anbieter bindend. Wenn der Kunde das Angebot annimmt, ist es im Nachhinein nicht mehr möglich, den Preis zu ändern.

In dieser Tabelle erhältst du eine Übersicht über den Unterschied der beiden Dokumente:

Unterschied Kostenvoranschlag
§§ 650 u. 632 Abs. 3 BGB
Angebot
§§ 145 bis 150 BGB
verbindlich wenn, – der einfache Kostenvoranschlag ist unverbindlich, das ist der Regelfall
– der garantierte ist verbindlich
– was gilt, sollte auf dem Kostenvoranschlag immer ausgewiesen sein
– schriftliches befristet verbindlich, wie lange bestimmt Unternehmer
– mündliches ist nur zum Zeitpunkt der Abgabe verbindlich
aber, die Bindung kann mit der Freizeichnungsklausel aufgehoben werden z.B.:
– „Angebot freibleibend“
– „unverbindliches Preisangebot“
Kosten nur nach Vereinbarung immer kostenlos
spätere Abweichungen Abweichungen bis zu 20 % sind legitim, müssen aber vorher abgesprochen werden. Kunde kann dann annehmen oder ablehnen Abweichungen sind erst nach
Ablauf der Bindungsfrist erlaubt
Inhalt alle Arbeitsschritte und Materialien, die zur Erstellung des Werkes, des Produktes erforderlich sind, werden detailliert mit Mengen- und Preisangaben aufgelistet und am Ende in einem Gesamtbetrag zusammengefasst – ähnlich einer
Rechnung
entweder:
Das Produkt, Werk wird mit seiner Bezeichnung und seinem Gesamtbetrag aufgeführt. Die einzelnen Arbeitsschritte und Materialien sind nicht ersichtlich.
oder:
es werden die Arbeitsschritte und Materialien ohne Preisangaben nur mit dem Endbetrag aufgelistet.

Kostenvoranschlag überschritten – was nun?

Bei einem unverbindlichen Kostenvoranschlag darf der Anbieter die Kosten überschreiten oder unterschreiten. Es kommt recht häufig vor, dass diese höher ausfallen als ursprünglich geschätzt. Gerade im Handwerk stößt du nämlich auf unerwartete Umstände, die die Kosten in die Höhe treiben.

In diesem Fall gilt es, zwischen wesentlichen und unwesentlichen Kostenunterschieden zu unterscheiden. Wenn die tatsächlichen Kosten den Kostenvoranschlag um 15% oder mehr überschreiten, darf der Kunde den Vertrag außerordentlich kündigen. Dabei muss er die bereits erbrachten Leistungen aber bezahlen.

Unterscheidung wesentliche und unwesentliche Überschreitung

Aber es gibt Grenzen dafür, wie sehr der Kostenvoranschlag überschritten werden darf. Laut §650 des BGB musst du als Anbieter den Kunden unverzüglich informieren, wenn du weißt, dass die anfallenden Kosten „wesentlich“ über dem geschätzten Kostenvoranschlag liegen werden. Dies ist ab einer Kostenüberschreitung von 10 bis 20% der Fall. Manchmal sind auch 25% noch akzeptabel.

Faustregel: Solange die Kosten 15% des Kostenvoranschlags nicht überschreiten, handelt es sich um keine unwesentliche Überschreitung. Der Auftraggeber muss nach Annahme des Kostenvoranschlags den Überschuss zahlen.

Wenn die entstehenden Kosten jedoch deutlich über dem Kostenvoranschlag liegen (15% und mehr), darf der Auftraggeber den Vertrag außerordentlich kündigen. Er muss dem Unternehmer dann nur den Betrag zahlen, der durch tatsächlich geleistete Arbeiten bereits angefallen ist.

Rechtslage

Für die Kündigung eines Arbeitsverhältnisses auf Basis des Kostenvoranschlags muss der Kunde also zeigen, dass die tatsächlichen Kosten den Voranschlag wesentlich überschreiten. Außerdem muss er eine schriftliche Kündigung aussprechen. Andernfalls ist der Vertrag nicht gekündigt und der Auftraggeber ist verpflichtet, selbst wesentlich höhere Kosten als erwartet zu bezahlen.

Zugleich ist der Unternehmer dazu verpflichtet, den Kunden so früh wie möglich über eine wesentliche Kostenvoranschlag Überschreitung zu informieren. Versäumt er dies, macht er sich schadensersatzpflichtig. Weitere Informationen gibt es im BGB ab §650 Abs. 2.

Fazit: Kostenvoranschlag ausführlich formulieren

Es ist nicht schwer, die richtige Kostenvoranschlag Formulierung zu finden. Dafür eignet sich besonders ein Kostenvoranschlag Muster, mit dem du innerhalb von wenigen Minuten einen Kostenvoranschlag erstellen kannst. Wichtig ist, dass du dieses Dokument mit der Kostenschätzung so detailliert wie möglich formulierst. Unter anderem solltest du die Gültigkeitsdauer angeben und notieren, ob es sich um einen Kostenvoranschlag in verbindlich oder in unverbindlich handelt.

Normalerweise entstehen keine Kostenvoranschlag Kosten. Erst, wenn der Kunde einen Vertrag mit dem Dienstleister abschließt, beginnt das zahlungspflichtige Arbeitsverhältnis. Anders sieht es bei einem Angebot aus, das von Anfang an bindend ist.

Die Abrechnung nach Kostenvoranschlag ist nicht zu empfehlen, da sich meistens noch Preisänderungen ergeben. Solange diese nicht wesentlich vom Kostenvoranschlag abweichen, muss der Kunde diese übernehmen. Ab einer Überschreitung von etwa 15% der erwarteten Kosten besteht ein Sonderkündigungsrecht.

Eine ansprechende und zeitsparende Vorlage für ein Kostenvoranschlag Muster findest du hier zum kostenlosen Download.