Als Kleinunternehmer machst du vieles selbst: Kunden, Projekte, Marketing und irgendwo dazwischen auch noch Rechnungen schreiben, Belege sortieren und Angebote erstellen. Das kostet Zeit, die du eigentlich besser investieren könntest.
Mit der richtigen Buchhaltungssoftware läuft zumindest der Papierkram deutlich effizienter. Rechnungen sind in wenigen Minuten raus, Belege per Foto erfasst, deine Einnahmen immer im Blick, ohne dass du dich stundenlang durch Tabellen kämpfen musst und die EÜR am Jahresende mit einem Klick automatisiert erstellt.
Aber welches Tool passt wirklich zu dir? Wir haben die besten Buchhaltungsprogramme für Kleinunternehmer verglichen, damit du schnell die richtige Entscheidung triffst.
Das Wichtigste zusammengefasst
- Als Kleinunternehmer bist du nicht zur Buchhaltungssoftware verpflichtet, aber sie spart dir im Alltag eine Menge Zeit und schützt dich vor typischen Fehlern bei Rechnungen und Belegen.
- Die meisten Tools unterscheiden sich weniger im Grundfunktionsumfang als in Bedienung, Automatisierungsgrad und Preis.
- Die Wahl eines Software hängt davon ab, wie du arbeitest und welche Funktionen du wirklich brauchst.
- Für viele Kleinunternehmer bietet sevdesk ein gutes Preis-Leistungsverhältnis.
- Einstiegspläne gibt es schon ab etwa 10 bis 15 Euro pro Monat. Wer wenig Rechnungen schreibt, findet bei einigen Anbietern wie sevdesk, Papierkram oder Accountable auch dauerhaft kostenlose Tarife.
- Plant du, die Kleinunternehmergrenze zu überschreiten, lohnt es sich von Anfang an eine Software zu wählen, die mit deinen Anforderungen mitwächst.
Warum lohnt sich eine Buchhaltungssoftware für Kleinunternehmer?
Eines vorweg: Eine Buchhaltungssoftware ist keine Pflicht für Kleinunternehmer. Als Kleinunternehmer, egal ob Freiberufler oder Gewerbetreibender, reicht am Jahresende für das Finanzamt eine einfache Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR), die du theoretisch auch in einer Excel-Tabelle führen kannst.
Aber mal ehrlich: Rechnungen mit Word, Excel, Canva oder InDesign zu schreiben ist alles andere alls professionell und entspricht auch nicht den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung (GoBD). Außerdem kostet das oft deutlich mehr Zeit, als es sollte.
Genau da macht eine Buchhaltungssoftware den Unterschied:
- Zeitersparnis: Rechnungen, Angebote und Belege sind in Minuten erledigt statt in Stunden.
- Weniger Fehler: Automatische Berechnungen und Pflichtangaben reduzieren das Risiko von Tippfehlern oder vergessenen Informationen.
- Besserer Überblick: Du weißt jederzeit, wie deine finanzielle Lage aussieht, ohne Tabellen zusammenzusuchen.
- Professioneller Auftritt: Einheitliche, saubere Dokumente hinterlassen bei Kunden einen besseren Eindruck als Word-Vorlagen.
- Rechtssicherheit: GoBD-konforme Tools erfüllen automatisch die gesetzlichen Anforderungen an deine Buchführung. Da freut sich das Finanzamt.
Gerade Kleinunternehmer denken oft, dass es erst einen gewissen Umsatz braucht, um “groß genug” für ein richtiges Buchhaltungstool zu sein. In der Realität lohnt sich die Investition aber schon ab Tag 1 deines Businesses. Auch wenn du zum Beispiel keine Umsatzsteuervoranmeldung machen musst.
Was ist der Unterschied zwischen einer Buchhaltungssoftware und einem Rechnungsprogramm?
Streng genommen ist ein Rechnungsprogramm vor allem dafür da, Rechnungen und Angebote zu erstellen und zu verschicken. Eine Buchhaltungssoftware geht weiter: Sie erfasst auch deine Ausgaben, verwaltet Belege, gleicht dein Bankkonto ab und erstellt am Jahresende deine EÜR.
In der Praxis werden die Begriffe aber meist synonym verwendet. Warum? Weil die meisten modernen Tools heute beides können. Selbst Programme, die sich als „Rechnungssoftware“ bezeichnen, bieten oft schon Belegverwaltung und Steuerauswertungen an. Für dich als Kleinunternehmer heißt das: Achte weniger auf die Bezeichnung, sondern darauf, welchen Funktionsumfang das Tool wirklich mitbringt.
Schnell-Vergleich: Welche Buchhaltungsprogramm gibt es für Kleinunternehmer?
Die gute Nachricht: In Deutschland gibt es sehr viele Software-Anbieter, die Lösungen genau für Kleinunternehmer anbieten. Die meisten davon decken alle wichtigen Funktionen ab und die Unterschiede liegen eher in den Feinheiten. Zum Beispiel bei der Bedienung, Automatisierungen oder speziellen Features.
Hier bekommst du erstmal einen ersten Überblick, was für dich infrage kommen könnte. Wir schauen uns die Tools anschließend nochmal genauer an.
| Tool-Name | Kostenloser Tarif | Preis ab (kostenpflichtige Tarife) | Rechnungserstellung | Belegerfassung | Mobile App | Support |
| sevdesk | Ja | 12,90 €/Monat | Ja | Ja, automatische Erkennung | Ja (iOS & Android) | Telefon, Chat, E-Mail |
| Accountable | Ja | 9,89 €/Monat | Ja | Ja, automatische Erkennung | Ja (iOS & Android) | |
| Sage Active | Nein | 25 €/Monat | Ja | Ja, automatische Erkennung | Nein (nur Browser) | Telefon, Ticketsystem |
| Papierkram | Ja | 9,90 €/Monat | Ja | Ja, automatische Erkennung | Ja (iOS & Android) | Ticketsystem |
| FastBill | Nein | 9 €/Monat | Ja | Ja, automatische Erkennung | Ja (iOS & Android) | E-Mail, Telefon nur im Premium-Tarif |
| BuchhaltungsButler | Nein | 24,95 €/Monat | Ja | Ja, automatische Erkennung | Nein (nur Browser) | Ticketsystem, Sprechstunde |
| WISO MeinBüro | Nein | 9 €/Monat | Ja | Ja, manuelle Kategorisierung | Ja (iOS & Android) | E-Mail, Telefon ab Tarif S |
| Billomat | Nein | 19 €/Monat | Ja | Ja, automatische Erkennung | Ja (iOS & Android) | Ticketsystem |
| easybill | Ja | 12 €/Monat | Ja, inkl. E-Rechnung | Ja, manuelle Kategorisierung | Nein (nur Browser) | E-Mail, Terminbuchung, Chat |
| Lexware Office | Nein | 7,90 €/Monat | Ja, inkl. E-Rechnung | Ja, automatische Erkennung | Ja (iOS & Android) | E-Mail, Telefon, Chat |
Was muss ein Buchhaltungstool für Kleinunternehmer können?
Nicht jede Buchhaltungssoftware ist für Kleinunternehmer gleich gut geeignet. Viele Tools sind auf größere Unternehmen ausgerichtet und bringen Funktionen mit, die du schlicht nicht brauchst. Worauf es wirklich ankommt:
Rechnungen und Angebote erstellen
Du brauchst ein Tool, das alle gesetzlichen Pflichtangaben sowie die Kleinunternehmer-Klausel automatisch einfügt und dir ermöglicht, eigene Vorlagen mit deinem Logo und Design zu erstellen. Außerdem muss es möglich sein, Rechnungen ohne Umsatzsteuer zu schreiben.
Praktisch sind auch Funktionen wie wiederkehrende Rechnungen für Abo-Kunden, Abschlagsrechnungen für größere Projekte oder die Möglichkeit, Angebote direkt in Rechnungen umzuwandeln.
Belege erfassen
Statt Quittungen manuell abzutippen, solltest du sie einfach mit dem Smartphone abfotografieren oder hochladen können. Gute Tools erkennen automatisch Datum, Betrag, Lieferant und machen dir einen passenden Buchungsvorschlag. Das spart dir Zeit und reduziert Fehler bei der Erfassung.
Bankkonto anbinden
Eine direkte Verbindung zu deinem Geschäftskonto importiert alle Transaktionen automatisch. Du siehst sofort, welche Zahlungen eingegangen sind, und kannst Umsätze direkt mit den passenden Rechnungen oder Belegen verknüpfen. Ganz ohne händisches Abgleichen.
EÜR und Steuerauswertungen erstellen
Für deine Steuererklärung brauchst du als Kleinunternehmer eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung. Die Software sollte diese automatisch aus deinen erfassten Daten generieren und im fertig aufbereitet für Elster oder deinen Steuerberater bereitstellen.
Steuerberater einbinden (inkl. DATEV-Export)
Wenn du mit einem Steuerberater zusammenarbeitest, spart ein direkter Datenzugriff enorm viel Zeit. Statt Belege zu kopieren oder Listen zu exportieren, kann dein Steuerberater direkt auf deine Daten zugreifen oder du stellst sie per DATEV-Export zur Verfügung.
Mobil arbeiten
Du bist beim Kunden, auf dem Weg zur Baustelle oder im Café? Eine mobile App sollte dir ermöglichen, Belege sofort zu fotografieren, Rechnungen direkt zu schreiben und zu verschicken oder deinen offenen Posten zu checken. So geht nichts verloren und du sparst dir die Zettelwirtschaft.
GoBD-konform arbeiten
Das Finanzamt verlangt in den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung (GoBD), dass deine Belege unveränderbar, vollständig und nachvollziehbar gespeichert werden. Eine GoBD-konforme Software kümmert sich automatisch darum, dass deine Buchführung diesen Anforderungen entspricht, ohne dass du dich selbst durch Paragrafen arbeiten musst.
Einfach zu bedienen
Du willst Rechnungen schreiben und Belege verbuchen, nicht Buchhaltung studieren. Die Software sollte selbsterklärend sein, mit klaren Menüs, logischem Aufbau und ohne lange Einarbeitung. Wenn du dich durch komplizierte Funktionen kämpfen musst, kostet das die Zeit, die du eigentlich sparen wolltest.
Guter Support
Wenn etwas nicht funktioniert oder du eine Frage zur Umsatzsteuer hast, sollte schnell jemand erreichbar sein. Achte darauf, ob der Anbieter deutschsprachigen Support per Chat, Telefon oder E-Mail bietet und wie schnell dieser in der Praxis antwortet. Manche Anbieter haben auch umfangreiche Hilfe-Center oder Video-Tutorials.
Gut zu wissen:
Als Kleinunternehmer musst bzw. darfst du keine Umsatzsteuer ausweisen und musst dementsprechend auch keine regelmäßigen Umsatzsteuervoranmeldungen einreichen.
Die 10 besten Buchhaltungsprogramme für Kleinunternehmer im Detail
Du weißt jetzt also, worauf es ankommt. Springen wir nun tiefer in die einzelnen Buchhaltungssoftwares rein und schauen uns an, was sie können. Unsere Top 3 stellen wir dir dabei besonders genau vor.
1. sevdesk
sevdesk ist nicht nur eines der beliebtesten Buchhaltungstools in Deutschland, sondern bietet für Kleinunternehmer speziell ein paar Extras. Du musst hier zum Beispiel die Kleinunternehmerregelung nur einmalig hinterlegen und hast automatisch die Klausel für § 19 UStG auf deinen Rechnungen. Außerdem siehst du in der Übersicht immer, wie weit du mit deinem Umsatz noch von der Kleinunternehmer-Grenze entfernt bist. Natürlich kannst du auch ganz einfach und in unter 2 Minuten professionelle Rechnungen schreiben oder deine Eingangsbelege erfassen. Und das am Laptop oder bequem per App.
Stärken:
- Dauerhaft kostenloser Einstiegstarif
- Einfache und benutzerfreundliche Oberfläche, in der du dich schnell zurechtfindest
- Geführtes Onboarding und viele Hilfe-Artikel und Videos
- KI-gestützte Belegerkennung, die deine Ausgaben automatisch kategorisiert
- Viele Rechnungs-Features wie wiederkehrende oder Abschlagsrechnungen
- E-Rechnungen kannst du schon ab dem kostenlosen Tarif schreiben
- Automatischer Zahlungsabgleich zwischen deinem Bankkonto und deinen Buchungen
- Übersicht, wann du die Kleinunternehmer-Grenze überschreitest
- Verschiedene Möglichkeiten, mit dem Steuerberater zu arbeiten (direkt einladen oder DATEV-Exporte)
- Schneller und guter Support
Schwächen:
- Die App braucht Internet, um damit arbeiten zu können
Preis:
- Kostenlos für bis zu 3 (E-)Rechnungen pro Monat und unbegrenzte Kontakte
- Ab 12,90 Euro monatlich für mehr Features
- 14 Tage kostenlose Testphase
2. Accountable
Accountable ist eine mobile App, die sich vor allem an Solo-Selbstständige richtet, die ihre Buchhaltung komplett vom Smartphone aus erledigen wollen. Du fotografierst Belege, die App kategorisiert sie und zeigt dir an, wie viel Steuern du am Jahresende voraussichtlich zahlen wirst. Ein Geschäftskonto ist direkt integriert. Die Steuererklärung kannst du ebenfalls direkt aus der App heraus ans Finanzamt schicken, ohne ELSTER nutzen zu müssen.
Stärken:
- Kostenloser Tarif mit unbegrenzten E-Rechnungen
- Komplett für mobile Nutzung optimiert
- Steuererklärung direkt aus der App ans Finanzamt
- Live-Berechnung deiner voraussichtlichen Steuerlast
- Kostenloses Geschäftskonto inklusive
- KI kategorisiert Belege automatisch
Schwächen:
- Browser-Version deutlich eingeschränkter als die App
- Nicht für bilanzierende Unternehmen geeignet
- Wenige Integrationen zu anderen Tools
- Support nur per E-Mail erreichbar
Preis:
- Kostenlose Version mit unbegrenzten E-Rechnungen und max. 5 Ausgaben
- Ab 9,89 Euro monatlich für weitere Features
- 30 Tage Geld-zurück-Garantie
3. Sage Active
Sage Active setzt auf einen KI-Assistenten namens Sage Copilot, der dich bei wiederkehrenden Aufgaben unterstützt und Vorschläge macht. Die Software kommt von einem der größten internationalen Anbieter für Buchhaltungssoftware. E-Rechnungen sind bereits integriert, und es gibt eine DATEV-Schnittstelle für die Zusammenarbeit mit Steuerberatern. Allerdings gibt es keine Mobile App, sondern du du kannst ausschließlich im Browser arbeiten.
Stärken:
- KI-Assistent gibt Empfehlungen und automatisiert Routineaufgaben
- E-Rechnungen (XRechnung, ZUGFeRD) bereits integriert
- DATEV-Schnittstelle vorhanden
- Etablierter internationaler Anbieter
- Integration mit Microsoft 365 möglich
Schwächen:
- Keine Mobile App verfügbar
- Vergleichsweise teuer im Einstieg
- Eher für Nutzer mit Buchhaltungskenntnissen gedacht
Preis:
- Ab 25 Euro monatlich
- 30 Tage Testphase
4. Papierkram
Papierkram verbindet Rechnungsstellung mit Zeiterfassung und Projektmanagement. Wenn du stundenweise abrechnest, kannst du erfasste Zeiten direkt in Rechnungen umwandeln. Die Software bietet einen dauerhaft kostenlosen Tarif, der bereits E-Rechnungen unterstützt. Die Bedienung ist übersichtlich, und die Server stehen in Deutschland.
Allerdings gibt es keine Mobile App und du kannst höchstens im mobilen Browser arbeiten. Die Belegerfassung läuft nur teilweise automatisiert und es gibt vergleichsweise wenige Integrationen zu anderen Tools.
Preis:
- Kostenlos oder ab 9,90 €/Monat
- 14 Tage für kostenpflichtige Features
5. FastBill
FastBill konzentriert sich auf einfache Rechnungsstellung mit Banking-Integration. Die Software ist übersichtlich aufgebaut und schnell zu bedienen. Eine Mobile App ist verfügbar, bietet aber nur den Beleg-Scan und keine Rechnungserstellung.
Der Fokus liegt in der Desktop-Version klar auf Rechnungen, weswegen FastBill für umfangreiche Buchhaltung weniger geeignet ist. Außerdem gibt es keine kostenlose Version, und die Automatisierungsmöglichkeiten sind eingeschränkter als bei Konkurrenten.
Preis:
- Ab 9 €/Monat
- 14 Tage Testphase
6. BuchhaltungsButler
BuchhaltungsButler setzt stark auf Automatisierung. Die Software erkennt Belege intelligent und schlägt passende Buchungen vor. Das System lernt mit der Zeit dazu, was besonders praktisch ist, wenn du viele Belege hast.
Allerdings gibt es keine Mobile App – du arbeitest nur im Browser. Außerdem ist BuchhaltungsButler im Einstieg vergleichsweise teuer und bietet keinen kostenlosen Tarif.
Preis:
- Ab 24,95 €/Monat
- 14 Tage Testphase
7. WISO MeinBüro
WISO MeinBüro ist ein etabliertes deutsches Buchhaltungsprogramm, das du wahlweise in der Cloud oder als Desktop-Version nutzen kannst. Die ELSTER-Schnittstelle ist direkt integriert, was dir den Weg zum Finanzamt erleichtert. Eine Mobile App ist verfügbar, und die KI unterstützt bei der Belegerfassung.
Die Bedienung erfordert allerdings etwas Einarbeitungszeit, und einen kostenlosen Tarif gibt es nicht. Telefon-Support ist erst in höheren Tarifen verfügbar.
Preis:
- Ab 9 €/Monat
- 30 Tage Testphase
8. Billomat
Billomat ist eine cloudbasierte Lösung, die sich vor allem auf Rechnungsstellung und die Verwaltung von wiederkehrenden Zahlungen spezialisiert hat. Das macht das Tool besonders interessant für Kleinunternehmer, die regelmäßig dieselben Kunden abrechnen. Die Bedienung ist übersichtlich, eine Mobile App ist verfügbar und Belege werden automatisch erkannt.
Einen kostenlosen Tarif gibt es nicht, und der Support läuft ausschließlich über ein Ticketsystem.
Preis:
- Ab 19 €/Monat
- 14 Tage Testphase
9. easybill
easybill richtet sich vor allem an Online-Händler. Die Software lässt sich gut in Shopsysteme einbinden und automatisiert die Rechnungsstellung. Es gibt einen kostenlosen Tarif und E-Rechnungen sind inklusive.
Für klassische Buchhaltung ist das Tool allerdings weniger ausgelegt – der Fokus liegt klar auf Rechnungen. Eine Mobile App gibt es nicht, und Belege müssen manuell erfasst werden.
Preis:
- Kostenlos oder ab 12 €/Monat
- 7 Tage Testphase
10. Lexware Office
Lexware Office ist eine der bekanntesten Buchhaltungslösungen in Deutschland und funktioniert komplett im Browser. Die Software bietet alle klassischen Funktionen von Rechnungsstellung bis EÜR und bringt zusätzlich eine Lohnbuchhaltung mit, was sie für Kleinunternehmer mit Mitarbeitern interessant macht. Der Support ist umfangreich mit Telefon, Mail und Chat, und es gibt eine Mobile App. Allerdings wirkt die Bedienung weniger modern als bei neueren Cloud-Tools, und einen kostenlosen Tarif gibt es nicht.
Preis:
- Ab 7,90 €/Monat
- 30 Tage Testphase
Tipp:
Suche dir 2-3 Tools aus, die auf den ersten Blick gut passen und teste sie in der kostenlosen Testphase auf Herz und Nieren. Probiere hier am besten alle Aufgaben deiner Buchhaltung mindestens einmal durch und finde so heraus, mit welcher Software du am besten klarkommst.
Welche Buchhaltungssoftware passt zu dir als Kleinunternehmer?
Nachdem du nun einen Überblick über die verschiedenen Buchhaltungsprogramme für Kleinunternehmer bekommen hast, stellt sich die entscheidende Frage: Welche Lösung passt am besten zu dir und deinem Arbeitsalltag?
Denn jedes Unternehmen ist anders – ob du vor Ort im Laden arbeitest, häufig unterwegs bist oder deine Rechnungen nur gelegentlich schreibst.
Die passende Software hängt davon ab, welche Funktionen du wirklich brauchst, wie du arbeitest und welche Abläufe du vereinfachen möchtest. Um herauszufinden, welches Programm zu deinem Profil passt, helfen dir die folgenden Fragen und Anwendungsbeispiele.
Diese Fragen helfen dir bei der Entscheidung:
- Wie viel Zeit möchte ich für meine Buchhaltung aufwenden?
- Arbeite ich viel unterwegs oder eher am Rechner im Büro oder Laden?
- Schreibe ich viele oder nur gelegentlich Rechnungen?
- Brauche ich Anbindungen zu Onlineshops oder Kassensystemen?
- Sollte mein Steuerberater Zugriff auf meine Buchführung haben?
- Plane ich, bald über die Kleinunternehmergrenze hinaus zu wachsen?
- Wie wichtig ist mir ein günstiger Preis oder ein gutes Verhältnis von Kosten und Leistung?
| Wenn du… | Empfohlene Programme | Warum diese Wahl passt |
| Viel unterwegs bist (z. B. Dienstleister, Handwerker, Berater) | sevdesk, Accountable | Cloudbasiert, mobil per App nutzbar, einfache Belegerfassung und Rechnungsstellung auch von unterwegs |
| Mit einem Steuerberater zusammenarbeiten | sevdesk, BuchhaltungsButler, WISO MeinBüro | DATEV-Export, strukturierte Belegverwaltung, einfache Freigabe für den Steuerberater |
| Einen Onlineshop oder ein digitales Business hast | sevdesk, easybill, Billomat | Automatische Rechnungsstellung, Schnittstellen zu Shopsystemen und Zahlungsanbietern |
| Einen lokaler Laden oder ein stationäres Geschäft hast | sevdesk, Lexware Office, WISO MeinBüro | Unterstützung von Kassenanbindungen, Belegverwaltung und Lagerfunktionen |
| Nur gelegentlich Rechnungen schreibst | sevdesk, Papierkram, Accountable | Kostenloser Tarif, schnelle Rechnungserstellung, einfache Bedienung |
| Ein kleines Budget hast | sevdesk, Papierkram, Accountable | Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, grundlegende Funktionen für Buchhaltung und Rechnungen, kostenlose Version |
| Wächst und bald die Umsatzgrenze überschreitest | sevdesk, BuchhaltungsButler, Lexware Office | Skalierbar, geeignet für steigende Umsätze, Vorbereitung auf doppelte Buchführung und Umsatzsteuerpflicht |
| Mit viel Automatisierung Zeit sparen willst | sevdesk, BuchhaltungsButler, FastBill | KI-gestützte Belegerkennung, automatischer Bankabgleich, wiederkehrende Rechnungen |
Fazit zum Buchhaltungssoftware-Vergleich für Kleinunternehmer
Die gute Nachricht zuerst: Alle Tools in diesem Vergleich erfüllen die grundlegenden Anforderungen von Kleinunternehmern. Du kannst mit jedem von ihnen Rechnungen schreiben, Belege erfassen und mit den meisten sogar deine EÜR erstellen. Die Frage ist also nicht, ob ein Tool funktioniert, sondern welches am besten zu dir passt.
Wenn du eine Software suchst, die einfach zu bedienen ist, mobil funktioniert und mit dir mitwächst, ist sevdesk für die meisten Kleinunternehmer die stärkste Wahl. Besonders praktisch: Die Kleinunternehmerregelung ist direkt hinterlegt, du siehst jederzeit wie weit du von der Umsatzgrenze entfernt bist und der Übergang zur Umsatzsteuerpflicht ist kein großer Aufwand.
Am Ende gilt aber: Die beste Buchhaltungssoftware ist die, die du auch wirklich nutzt. Nutze deshalb die kostenlosen Testphasen, um ein Gefühl für die Bedienung zu bekommen, bevor du dich festlegst.
Häufige Fragen zu Buchhaltungsprogrammen für Kleinunternehmer
Brauche ich als Kleinunternehmer überhaupt eine Buchhaltungssoftware?
Vorgeschrieben ist sie nicht. Als Kleinunternehmer (egal ob Freiberufler oder Gewerbe) reicht eine einfache Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR), die du auch mit Excel oder sogar händisch erstellen könntest. Trotzdem macht eine Software das Leben deutlich einfacher: Du sparst Zeit, vermeidest Fehler und hast deine Belege immer griffbereit. Wer regelmäßig Rechnungen schreibt oder viele Ausgaben hat, profitiert schnell davon.
Muss ich als Kleinunternehmer eine doppelte Buchführung machen?
Nein. Als Kleinunternehmer reicht die einfache EÜR vollkommen aus. Doppelte Buchführung ist erst ein Thema, wenn du bilanzierungspflichtig wirst, also wenn du bestimmte Umsatz- und Gewinngrenzen überschreitest.
Welche Buchhaltungssoftware eignet sich am besten für Kleinunternehmer?
Das kommt auf deinen Arbeitsalltag an. Für die meisten Kleinunternehmer ist sevdesk eine sehr gute Wahl: Die Software ist einfach zu bedienen, mobil nutzbar und deckt alles ab, was du als Kleinunternehmer brauchst. Von der automatischen Belegerkennung über die Kleinunternehmer-Klausel auf Rechnungen bis hin zur Zusammenarbeit mit dem Steuerberater. Wer es noch schlanker und günstiger mag, kann auch mit Accountable oder Papierkram starten.
Was kostet eine Buchhaltungssoftware für Kleinunternehmer?
Einstiegspläne gibt es schon ab etwa 10 bis 15 Euro pro Monat, zum Beispiel bei sevdesk, Papierkram oder Accountable. Wer nur gelegentlich Rechnungen schreibt, muss aber gar nicht zwingend zahlen: sevdesk, Papierkram und Accountable bieten dauerhaft kostenlose Tarife an, mit denen du die wichtigsten Funktionen ohne Zeitlimit nutzen kannst. Die meisten Anbieter haben zusätzlich eine kostenlose Testphase, damit du die Software ausprobieren kannst, bevor du dich festlegst.
Gibt es kostenlose Buchhaltungsprogramme für Kleinunternehmer?
Ja, einige Anbieter wie sevdesk, Papierkram und easybill bieten dauerhaft kostenlose Versionen an, mit denen du grundlegende Funktionen ohne Zeitlimit nutzen kannst. Der Funktionsumfang ist dabei natürlich eingeschränkt, für Kleinunternehmer mit wenigen Rechnungen pro Monat kann das aber völlig ausreichen. Darüber hinaus haben die meisten Anbieter zusätzlich eine kostenlose Testphase, damit du auch die Premium-Funktionen testen kannst.
Kann ich das Buchhaltungsprogramm später wechseln?
Ja, das ist möglich. Die meisten Anbieter erlauben es, deine Daten zu exportieren. Trotzdem kostet ein Wechsel Zeit und Nerven. Es lohnt sich also, von Anfang an eine Software zu wählen, die mit dir mitwächst.
Was passiert, wenn ich die Kleinunternehmergrenze überschreite?
Dann wirst du umsatzsteuerpflichtig. Das bedeutet: Du musst Umsatzsteuer auf deinen Rechnungen ausweisen und regelmäßig Voranmeldungen beim Finanzamt einreichen. Eine gute Software wie sevdesk begleitet dich bei diesem Schritt und passt Rechnungsvorlagen sowie Auswertungen automatisch an.
Welche Buchhaltungssoftware eignet sich für die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater?
Am besten Programme, die einen DATEV-Export oder eine direkte Steuerberater-Schnittstelle bieten. sevdesk, BuchhaltungsButler und WISO MeinBüro machen das besonders einfach. Dein Steuerberater bekommt die Daten in einem Format, das er direkt weiterverarbeiten kann, was dir am Ende auch Geld spart.
Funktionieren die Programme auch auf dem Smartphone?
Bei den meisten modernen Tools kein Problem. sevdesk, Billomat und Accountable bieten zum Beispiel Apps, mit denen du Belege direkt per Foto erfassen und Rechnungen auch unterwegs verschicken kannst. Praktisch, wenn du viel auf Achse bist.
Wie sicher sind meine Daten in einer Cloud-Buchhaltungssoftware?
Seriöse Anbieter speichern deine Daten auf deutschen oder europäischen Servern und halten die Anforderungen der DSGVO ein. Achte beim Vergleich darauf, wo die Daten liegen und ob regelmäßige Backups und verschlüsselte Übertragung garantiert werden.